„Wir wollten einen Ort schaffen, der Verweilqualität hat und einen echten Mehrwert bietet“, erzählt Michael Gluth, Mitglied der Geschäftsleitung der Koerfer-Gruppe, die im Ruhrgebiet und im Rheinland eigene Büro- und Gewerbeflächen in Toplagen verwaltet, mit Blick auf die Fertigstellung der Markthalle im Königshof in Essen im Oktober vergangenen Jahres. Wo einst ein traditionsreiches Kaufhaus das Stadtbild und das Entree prägte, ist ein lebendiges Zentrum für Arbeiten, Genießen und Begegnung entstanden. Nach einer umfassenden Revitalisierung der Umbau der Top-Immobilie inklusive neuer Fassade und aufwändiger Haustechnik (insbesondere für den Gastro-Bereich) startete 2020 mit einer kompletten Entkernung präsentiert sich der Königshof jetzt als ein modernes Stadtquartier mit vielfältiger Nutzung. Im Erdgeschoss laden Gastronomie, Handel und die neue Markthalle zum Entdecken ein, in den oberen Etagen mit hochwertigen Büroflächen haben vor allem Dienstleistungsangebote (u.a. Personaldienstleister, eine Zahnklinik und ein Glasfaser-Anbieter) ihren Platz gefunden. Gluth: „Wir wollten mit unserer Planung ‚back to the roots‘ eine Antwort auf die vielfache Uniformität der Städte heutzutage finden. Unser Anspruch: „Die Innenstadt als Platz der Begegnung.“

Der Königshof war Anfang des 20. Jahrhunderts ein zentrales Hotel im Essener Stadtkern in unmittelbarer Sichtweite des Hauptbahnhofs. 1977 wurde an gleicher Stelle ein Horten-Warenhaus errichtet, das zuletzt unter der Flagge von Galeria Karstadt Kaufhof firmierte. Bauherr und Eigentümer ist die Kölner Haus- und Grundstücksverwaltung Dr. Koerfer, die sich mit flachen Hierarchien und hoher Reputation über gut acht Jahrzehnte hinweg einen tadellosen Ruf erarbeitet hat. Neben dem Königshof in Essen sind „The Crown“ ein architektonisches Highlight an der Berliner Allee in Düsseldorf mit einem Zurheide-Supermarkt der Superlative und das markante Hansa-Hochhaus am Eigelstein in Köln Referenzobjekte der Gruppe. Apropos Hansa-Hochhaus: Architekt war hier Jacob Koerfer, nach dessen Plänen 1924/1925 das Bürogebäude in Rekordzeit als erstes Hochhaus in Köln im Stil des Expressionismus errichtet wurde. Der Massivbau mit 17 Geschossen war damals – zu Zeiten, als Konrad Adenauer Oberbürgermeister der Domstadt war – mit einer Höhe von 65 Metern zum Zeitpunkt der Fertigstellung für kurze Zeit das höchste Haus Europas. Prominentester Mieter des Geburtsortes des Elektronikhändlers „Saturn“ ist heute „Xperion“, ein Gaming-Paradies samt eSport-Arena von MediaMarkt Saturn.

Die Innenstadt als Platz der Begegnung

Zurück nach Essen: Im Erdgeschoss des Königshofs hat im vergangenen Herbst nach Vorbildern in Amsterdam oder Lissabon die „Markthalle Essen“ eröffnet. Ein Ort, an dem sich internationale Spezialitäten, regionale Frische, moderne Gastronomie und Handel vortrefflich vereinen. Auf rund 3.000 Quadratmetern findet sich ein bunter Mix aus

22 gastronomischen Konzepten, Streetfood über Feinkost und Backwaren bis hin zu Blumen, Kaffee, Wein und handgemachten Produkten mit regionalem Absender und Manufaktur-Gedanken. Das Besondere: Jede Fläche ist für sich individuell gestaltet, kein Konzept wiederholt sich. Gluth: „So wird echte Vielfalt erlebbar und die Qualität zum verbindenden Element. Die neue Markthalle steht für Genuss, Authentizität und Begegnung.“ So ist es: Hier treffen Erzeuger, Händler und Gäste aufeinander, um gemeinsam das Beste aus Essen und der Region zu genießen. Neben den kulinarischen Angeboten laden gemütliche Sitzbereiche und eine XL-Außengastronomie mit über 600 Sitzplätzen am Willy-Brandt-Platz zum Verweilen ein. So wird die Markthalle zum Treffpunkt für alle, die gutes Essen, frische Produkte und ein besonderes Markthallen-Flair lieben und erleben wollen.

Zeichen für städtebauliche Erneuerung

Mit dem Königshof Essen setzt die Koerfer-Gruppe ein deutlich sichtbares Zeichen für städtebauliche Erneuerung und regionale Stärke. Michael Gluth: „Das Projekt vereint Historie und Zukunft, Wirtschaft und Lebensqualität – genau das, wofür unsere Gruppe seit Generationen und mit mehr als acht Jahrzehnten Erfahrung in der Immobilienwirtschaft steht.“ Die Beständigkeit des Firmenverbundes- die Koerfer-Gruppe verwaltet mit 32 Mitarbeitern rund 175.000 m² Büro- und Gewerbeflächen in den besten Lagen des Ruhrgebiets und des Rheinlands – beruht auf Vertrauen, Verlässlichkeit und einer Balance zwischen Konsolidierung, Investition und nachhaltigem Wachstum. Langjährige Partnerschaften mit Mietern, planungssichere Strukturen und kurze Entscheidungswege prägen die Unternehmensphilosophie. Gluth: „Wir wollen nahe an unseren Objekten sein, für die Mieter jederzeit ansprechbar.“ Das schaffe Stabilität und Raum für Innovation. Neben der attraktiven Markthalle inklusive einem Hofbräu-Wirtshaus im Erdgeschoss mit Außengastronomie haben der Lebensmitteleinzelhandel (Discounter, türkischer Supermarkt, koreanischer Supermarkt) sowie ein Fitnessstudio im Basement hier eine Heimat gefunden. Die Koerfer-Gruppe schafft damit in Essen in zentraler Hauptbahnhofsnähe ein Angebot (und eine Blaupause für andere Innenstädte), dass die oftmals vorherrschende Monokultur bereichern soll. „Wir erfüllen viele Wünsche der Menschen: Der Königshof ist Treffpunkt, kulinarischer Hot-Spot, Sportangebot, medizinische Versorgung – alles unter einem Dach“, so Gluth. Das Basement des Königshofs hat mit seiner Gelenkfunktion zum Essener Hauptbahnhof zudem erweiterte Öffnungszeiten an den Sonn- und Feiertagen.

Hohe Aufenthaltsqualität

Der neue innerstädtische „Place to be“ ist ein Nahversorgungsstandort mit hoher Aufenthaltsqualität und das Entree zur Essener Innenstadt. Dafür hat das Gebäude im Inneren wie im Äußeren ein neues Gesicht bekommen. Die neue geschwungene Fassade des Gebäudes knüpft optisch an die alte Natursteinfassade des Gebäudes an. Drinnen versorgt ein neues, großzügiges Atrium die Obergeschosse mit Tageslicht. Offene Geschossdecken, eine bewusst sichtbare Haustechnik und durchgängige Industrieböden spiegeln die Industrie-Geschichte der Stadt Essen mit Stahl und Kohle wider. Die Transformation des einst in sich geschlossenen Warenhausbaus stellte hohe bauliche wie statische Anforderungen. Unser Eindruck: Der Königshof in Essen zeigt exemplarisch, wie sich einstige Kaufhäuser zu zukunftsfähigen Innenstadt-Immobilien entwickeln können. Marc Heistermann, Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband NRW Ruhr, verweist auf das beispielgebende Engagement der Koerfer-Gruppe: „Eine gute Stadtentwicklung kann nur gelingen, wenn sich alle Akteure als Schicksalsgemeinschaft verstehen und entsprechend einbringen. Immobilieneigentümern wird oft vorgeworfen, entweder gar nicht oder zu wenig zu investieren und hierbei dann auch immer nur ‚auf Nummer sicher zu gehen. Dass es auch anders geht, beweist die Koerfer-Gruppe tagtäglich mit ihrem Engagement am Essener Standort. In äußerst herausfordernden Zeiten ist Koerfer voll ins Risiko gegangen und hat hierdurch maßgeblich daran mitgewirkt, der Essener Innenstadt ein gelungenes Entrée zurückzugeben.“

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