Zum 14. Mal fand in Köln die Preisverleihung des Wettbewerbs „Die Besten“ statt. Über 500 mittelständische Unternehmen aus der Domstadt wurden von den Wählerinnen und Wählern nominiert. In der Kategorie „Einzelhandel“ setzte sich Nadine Pick mit ihrem Geschäft „Spielbrett“ durch. Als „Kölns Beste 2026“ bekam sie den Preis von Jörg Hamel, Geschäftsführer des Handelsverbandes NRW Aachen-Düren-Köln, überreicht.

Glamour, Emotionen und jede Menge unternehmerischer Stolz: Im historischen Sachsenturm wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs „Die Besten“ in diesem Jahr ausgezeichnet. Traditionsbetriebe, kreative Neudenker und engagierte Unternehmerpersönlichkeiten wurden als die „Helden des Kölner Alltags“ ins Rampenlicht gestellt. Durch den Abend führte TV-Moderatorin Frauke Ludowig, die rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung durch ein kurzweiliges Programm führte. Die Keynote kam in diesem Jahr von Björn Griesemann, Präsident des Karnevalskorps „Blaue Funken“ und Hausherr des Veranstaltungsortes.

Kleine Betriebe, große Wirkung

Gemeinsam mit den Wettbewerbsinitiatoren – Handelsverband NRW Aachen-Düren-Köln, DEHOGA Nordrhein und Kreishandwerkerschaft Köln – sowie mit Unterstützung von KölnBusiness, koeln.de und Radio Köln würdigt Net-Cologne mit diesem Branchenpreis die Vielfalt und Stärke des Kölner Mittelstands. Zwischen dem 19. Januar und 31. März 2026 konnten die Kölner Bürgerinnen und Bürger ihre Lieblingsbetriebe in den Bereichen Handwerk, Handel und Gastronomie nominieren. Über 500 Unternehmen wurden vorgeschlagen – ein deutliches Zeichen dafür, wie
eng Kölns Mittelstand mit seiner Stadt und ihren Menschen verbunden ist. „Der Kölner Mittelstand bildet das Fundament unserer Stadt und steht für Tradition und den Mut zur Erneuerung“, betonte Timo von Lepel, Geschäftsführer von NetCologne. Und: „Viele Betriebe sind seit Generationen Teil der Stadtgeschichte. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und machen unsere Stadt lebenswert – genau das macht sie zu den Besten.“

Mit Tradition und Innovationskraft an die Spitze

Nach Auswertung aller Stimmen und der Beurteilung durch die jeweiligen Fachjurys wurden drei Unternehmen als Gewinner gekürt. Was alle drei eint: Sie überzeugen durch ihre Fähigkeit, Tradition mit Innovation zu verbinden und neue Wege zu gehen, ohne ihre Wurzeln zu vergessen. „Kölns Beste 2026“ sind:

  • Kategorie Gastronomie: Nina Luig (Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt)
  • Kategorie Einzelhandel: Nadine Pick (Spielbrett)
  • Kategorie Handwerk: Peter Bruckmann/Oliver Zillger (Sehbegleiter Bruckmann Augenoptik)

Neben einem Preisgeld von 1.000 Euro erhielten die Gewinnerinnen und Gewinner jeweils einen professionellen Imagefilm – zur Präsentation in den sozialen Medien und zur Stärkung ihrer eigenen Marke. Timo von Lepel: „Ob traditionsreicher Händler oder innovatives Handwerksunternehmen – die Sieger-Betriebe machen Köln lebens- und liebenswert. Wir geben ihnen die Bühne, die sie verdienen.“

„Spielbrett“: Von der Archäologie zum Brettspiel

Nadine Pick ist mit Gesellschaftsspielen groß geworden. In ihrer Familie gehörten Spieleabende ganz selbstverständlich zum Alltag. Besonders prägend war ein Freund ihres Vaters, ein Oberstudienrat, der Spiele sogar im Unterricht einsetzte. Sein Motto: Lernen mit Spielen. Für Nadine wurde früh klar, dass in Brettspielen weit mehr steckt als bloße Unterhaltung. Später studierte sie Archäologie. Doch die Verbindung zur Spielewelt riss nicht ab. Neben dem Studium arbeitete sie im Kölner Geschäft „Spielbrett“. „Das war der beste Job überhaupt“, erinnert sie sich. Aus dem Nebenjob wurde schließlich mehr: Nach ihrem Studium blieb sie – und übernahm das Geschäft vor rund 20 Jahren.

„Spielbrett“ ist eine feste Größe in der Szene. Und in diesem Jahr gibt es gleich doppelt Grund zum Feiern: Das Geschäft wird 40 Jahre alt, Nadine selbst zählt 50 Lenze. Gerade in schwierigen Zeiten zeigte sich, wie wichtig gemeinsames Spielen sein kann. „Während Corona waren wir die echten Gewinner“, erzählt sie. Mit einem Verkaufsstand erreichte das Geschäft viele Menschen. Das Schöne ist: Die Faszination am gemeinsamen Spielen ist über Corona hinaus geblieben. Und Deutschland gilt nicht umsonst als Spieleweltmeister: Kein anderes Land bringt so viele Gesellschaftsspiele
hervor. Auch bei „Spielbrett“ spiegelt sich diese Vielfalt wider. Neben aktuellen Neuheiten finden Kundinnen und Kunden hier Second-Hand-Spiele und ein umfangreiches Antiquariat. „Die alten Spiele wecken bei vielen Kindheitserinnerungen“, so die engagierte Inhaberin.

Das Geschäft hat auch international großen Zulauf, verschickt Spiele in die ganze Welt und profitiert zugleich von Köln als Touristenstadt. Viele Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland kommen in den Laden und nehmen ein Stück Spielkultur mit nach Hause. Für Nadine Pick ist klar: Spiele verbinden Menschen – unabhängig von Alter, Herkunft oder Sprache. Und genau das macht ihre Arbeit bis heute so besonders.

Artikel als PDF downloaden