Jahresempfang

Jahresempfang2026-01-07T13:25:15+01:00

Der Jahresempfang der Handelsverbände ist die festliche Jahresauftaktveranstaltung für die Handelsbranche in Nordrhein-Westfalen. Bereits seit Jahrzehnten laden der Handelsverband NRW und der Handelsverband NRW Rheinland gemeinsam zu Beginn eines jeden Jahres Vertreter aus Handel, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit zu einem festlichen Abendessen ein. Die Veranstaltung findet traditionell in der Landeshauptstadt Düsseldorf statt.

Impressionen vom Jahresempfang der Handelsverbände 2025

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Video (c) HV NRW, Volker Wiciok

Impressionen vom Jahresempfang der Handelsverbände 2024

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Video (c) HV NRW, Volker Wiciok

Impressionen vom Jahresempfang der Handelsverbände 2023

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Video (c) HV NRW, Volker Wiciok

Der Jahresempfang 2026 findet am 24. März 2026 statt.

Zukunft des Einzelhandels: Branchennachwuchs im Fokus // Pressemitteilung zum Jahresempfang der Handelsverbände

Im Rahmen eines festlichen Empfangs versammelten sich auch in diesem Jahr zahlreiche Vertreter des nordrhein-westfälischen Einzelhandels, der Wirtschaftsverbände sowie Abgeordnete der Parlamente, Bürgermeister, Vertreter des diplomatischen Corps und der Kommunalpolitik, um sich über die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der Branche auszutauschen. Neben einer Rede von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst MdL stand insbesondere der Branchennachwuchs in einer Podiumsdiskussion im Fokus des Abends.

Mit hunderttausenden Arbeitsplätzen und als entscheidender Faktor für die Attraktivität von Innenstädten trägt der Einzelhandel maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität des Landes bei. „Unsere Branche hat sich stets an neue Rahmenbedingungen angepasst, doch der aktuelle Umbruch ist in seiner Komplexität und Intensität einzigartig“, erklärte Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen (HV NRW) in seiner Rede. Internationale Konflikte, steigende Kosten sowie unsichere Handelswege beeinflussen die Rahmenbedingungen des Einzelhandels erheblich. Gleichzeitig führen neue Marktakteure aus Drittstaaten zu Wettbewerbsverzerrungen. „Wir fordern faire Wettbewerbsbedingungen und setzen uns dafür ein, dass der Staat effektive Maßnahmen ergreift“, so Radau.Auch die wachsende Bürokratielast stellt den Einzelhandel vor Herausforderungen. Dokumentationspflichten und aufwendige Berichtspflichten binden wertvolle Ressourcen, die für Innovation und Kundenorientierung genutzt werden sollten. „Wenn ein Händler mehr Zeit mit Papierkram als mit seinen Kunden verbringt, dann läuft etwas falsch“, kritisierte Radau. Die zunehmende Digitalisierung und das veränderte Kaufverhalten der Verbraucher beeinflussen die Entwicklung der Innenstädte stark. Studien zeigen, dass Innenstädte sich neu erfinden müssen, um lebendige Orte der Begegnung zu bleiben. Hierzu seien gezielte Konzepte und eine enge Zusammenarbeit zwischen Handel, Politik und Gesellschaft notwendig.Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst MdL saß selbstverständlich unter den Zuhörern und konnte in seiner anschließenden Rede auch direkt auf diese Punkte eingehen: „Nordrhein-Westfalen ist Deutschlands Herzkammer des Handels. Der Handel ist das Rückgrat unserer Innenstädte, Motor für Innovation und ein starker Arbeitgeber in der Region. Damit das auch in Zukunft so bleibt, setzt sich die Landeregierung konsequent für bessere Rahmenbedingungen ein. Steigende Energiepreise, geopolitische Unsicherheiten und zunehmender Wettbewerbsdruck insbesondere außereuropäischer Anbieter erfordern mehr denn je ein entschlossenes Handeln auf allen Ebenen. Wir arbeiten deshalb an verlässlicher Energiepolitik im Bund, niedrigeren Strompreisen, reduzieren Bürokratie und wir investieren in Innovation und Bildung. Gerade jetzt brauchen wir Menschen, die mit Unternehmergeist und Zuversicht vorangehen. Solche visionären Menschen sind die Mitglieder des Handelsverbands. Fest steht: Nur gemeinsam können wir den Handel in Nordrhein-Westfalen zukunftssicher machen.“Trotz der Herausforderungen bietet die Digitalisierung große Potenziale für den Einzelhandel. Durch künstliche Intelligenz und digitale Tools können Kunden gezielter angesprochen und Prozesse effizienter gestaltet werden. „Mit Projekten wie den Digitalcoaches und dem KI-Navi Handel ist NRW hier bereits gut aufgestellt, doch die Nachfrage zeigt, dass weiter Unterstützung benötigt wird“, erklärte Radau. Der Dank an die NRW-Landesregierung, hier bereits wichtige Unterstützung durch die Förderung dieser Projekte zu leisten, wurde durch Applaus des Publikums bestätigt.Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Nachhaltigkeit. Konsumenten legen zunehmend Wert auf umweltfreundliche Produkte und ressourcen-schonende Prozesse. Der Handel ist bereit, seinen Beitrag zu leisten, fordert jedoch pragmatische Förderungen statt bürokratischer Hürden. „Anstatt neue Berichtspflichten zu schaffen, sollten Unternehmen gezielt bei der Implementierung nachhaltiger Technologien unterstützt werden“, so Radau.Die Veranstaltung machte deutlich: Der Wandel im Einzelhandel kann nur durch eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich gestaltet werden. Neben der Forderung nach weniger Bürokratie, Investitionen in die Innenstädte und Unterstützung bei der Digitalisierung, liegt es auch an der Branche selbst, neue Wege zu gehen. „Wir müssen die Chancen nutzen, nachhaltige Konzepte entwickeln und den Mut haben, Innovationen voranzutreiben. Der Einzelhandel ist mehr als eine Branche – er ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft“, fasste Radau zusammen.Das konnte so auch der Branchennachwuchs unterschreiben. In einer Podiumsdiskussion ließ der Handelsverband NRW drei junge Leute aus der Einzelhandelsbranche zu Wort kommen, da auch im Einzelhandel das Thema Nachwuchssorgen präsent ist. Um aber nicht nur über den Nachwuchs zu sprechen, sondern mit ihm zu sprechen, wurden Marie Osthues (Juwelier Osthues, Münster), Sarina Holtrup (Buchhandlung Das Worthaus, Aachen) und Daniel Bendel (Rewe Schmitz, Mönchengladbach) als Diskutanten eingeladen. Unter dem Titel „Zukunft des Handels – Nachwuchs als Schlüssel zum Erfolg“ berichteten die drei, was aus ihrer Sicht den Einzelhandel attraktiv macht, wie mehr Nachwuchs für den Einstieg in den Handel begeistert werden kann und wie der Einzelhandel von morgen gestaltet werden kann. Die Antworten stießen beim Publikum nicht nur auf offene Ohren, sondern auf große Zustimmung.Trotz aller Herausforderungen gibt es viel Grund zur Zuversicht: Mit dem Engagement der Unternehmerinnen und Unternehmer, den richtigen politischen Rahmenbedingungen und innovativen Konzepten kann es gelingen, den Einzelhandel aktiv in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Der Wandel bietet große Chancen – es gilt, sie zu ergreifen und gemeinsam eine neue, positive Perspektive für den Handel zu schaffen.Die Veranstaltung bot wieder eine wertvolle Plattform für den Austausch von Ideen und Strategien. Sie machte einmal mehr deutlich, dass es entschlossene Maßnahmen braucht, um den Einzelhandel in NRW zukunftsfähig zu gestalten.Durch den Abend führte Moderatorin Gisela Steinhauer. Der Haaner Musiker Leander Machan sorgte für klangvolle Momente und setzte den musikalischen Rahmen.Pressemitteilung als PDF zum DownloadRede von HV NRW-Präsident Michael Radau zum Download

Gemeinsam aktuelle Herausforderungen meistern

Der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen kam gestern Abend in Düsseldorf zusammen, um beim Jahresempfang der Handelsverbände Nordrhein-Westfalen (HV NRW) und Nordrhein-Westfalen – Rheinland (HVR) mit über 200 Gästen aus Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft einen Blick auf die aktuellen Herausforderungen und zukünftigen Perspektiven der Branche zu werfen. Trotz der schwierigen Konsumstimmung und den komplexen geopolitischen Entwicklungen bleiben die Einzelhandelsunternehmen optimistisch und engagieren sich für eine erfolgreiche Zukunft.

Herausforderungen meistern, Chancen erkennen und optimistisch bleiben, so könnte man den Tenor des diesjährigen Jahresempfangs der Handelsverbände zusammenfassen. Natürlich wurde auch über die weiterhin schwierige Lage des Einzelhandels gesprochen, denn nach Jahren der Pandemie, die viele Reserven aufgezehrt hat und anschließenden globalen Krisen ist die Konsumstimmung auf historische Tiefpunkte gefallenen. Kombiniert mit der damit einhergehenden Veränderung im Verbraucherverhalten ließe sich thematisch schon ein ganzer Abend füllen, aber das sollte ganz klar nicht den Schwerpunkt des Abends ausmachen.

Vielmehr zeigten sich die Vertreter des Einzelhandels trotz dieser vielfältigen Herausforderungen zuversichtlich und betonten die Bedeutung von Innovation, Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit, um diese schwierigen Zeiten zu überwinden. „Wir stehen vor einigen Herausforderungen, aber wir glauben fest daran, dass der Einzelhandel in NRW stark genug ist, um sie zu bewältigen“, so Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes NRW. „Dass so viele Gäste heute Abend zusammengekommen sind, ist für mich ein starker Beweis für die Relevanz des Einzelhandels in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam können wir mutige und gute Ideen entwickeln und den Einzelhandel in unserem Bundesland voranbringen!“

Zukunft und Chancen: Digitalisierung und vor Ort Erlebnisse

Die Digitalisierung und die zunehmende Vernetzung bieten dem Einzelhandel neue Möglichkeiten, sich anzupassen und weiter zu wachsen. Die Einzelhändler in NRW sind entschlossen, diese Chancen zu nutzen und sich auf die Bedürfnisse der Verbraucher von morgen einzustellen. Ein wichtiger Treiber dafür ist die künstliche Intelligenz. „Wir müssen innovativ sein und uns den Veränderungen anpassen, um langfristig erfolgreich zu sein“, betonte Radau. „Der Einzelhandel ist ein wichtiger Teil der Wirtschaft in NRW, und wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam die aktuellen Herausforderungen meistern und eine erfolgreiche Zukunft gestalten können.“ Das Leuchtturmprojekt von HV NRW und NRW-Wirtschaftsministerium für die Einzelhändler in NRW sind die Digitalcoaches. Die Experten unterstützen bei der Digitalisierung der Unternehmen. Jetzt bekommen sie Verstärkung: In Kürze werden zwei KI-Navigatoren den Einzelhandel im Rahmen eines neuen Projektes auch in diesem Feld fit machen. Beide Angebote sind durch die Förderung des Ministeriums für die Händler kostenfrei.

Außenpolitische Einflüsse für den Einzelhandel

Ehrengast in diesem Jahr war Frau Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann MdB, Spitzenkandidatin der FDP zur Europawahl und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages. In Ihrer eindringlichen Rede ging Sie einerseits auf die verteidigungspolitischen Herausforderungen durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ein, betonte aber auch handelspolitische Vorhaben: „Momentan ist die Europäische Union durchsetzt von Regulierungen, die den Einzelhandel hemmen – das wollen wir Freien Demokraten ändern. Wir dürfen den Blick auf Menschenrechte und Produktionsstandards nicht verlieren, dürfen die Unternehmen aber auch nicht vor unlösbare Hürden stellen. Um die Handlungsfähigkeit der EU in der Handelspolitik zu verbessern, wollen wir Freihandelsabkommen so gestalten, dass – wie etwa beim EU-Japan Abkommen – nur die Zustimmung des Europäischen Parlaments, nicht aber die von nationalen und regionalen Parlamenten benötigt wird. Dabei wollen wir in der EU und weltweit gegen Marktverzerrungen vorgehen, die zum Beispiel durch stark subventionierte Staatsunternehmen entstehen.“

In einer anschließenden Diskussionsrunde warnte Mitgastgeber Dirk Wittmer, der im vergangenen Sommer zum neuen Vorstandsvorsitzenden des Handelsverbandes NRW – Rheinland gewählt wurde, vor zu viel Bürokratie auch durch die EU: „Die Einzelhändler ertrinken schon jetzt täglich in Bürokratie, dabei wollen wir nur unserer Arbeit nachgehen und Handeln. Denn das ist unsere Leidenschaft und die wollen wir ausüben! Wir können viele Herausforderungen meistern und auch morgen für einen vielfältigen Handel und damit lebendige Innenstädte arbeiten, wenn man uns lässt.“

Durch den Abend führte Moderatorin Gisela Steinhauer.

Der Jahresempfang der Handelsverbände ist die Jahresleitveranstaltung der nordrhein-westfälischen Einzelhandelsorganisation. Unter den rund 200 Gästen der Veranstaltung begrüßte der NRW-Einzelhandel zahlreiche Abgeordnete der Parlamente, Bürgermeister, Vertreter des diplomatischen Corps und der Kommunalpolitik sowie Führungskräfte aus Handel und Wirtschaft. Der Jahresempfang des Einzelhandels in NRW ist eine Gelegenheit für die Branche, sich zu vernetzen, Ideen auszutauschen und gemeinsam Wege zu finden, um erfolgreich voranzukommen. Trotz der Herausforderungen bleibt der Optimismus hoch, und die Einzelhändler sind entschlossen, die Zukunft mit Zuversicht anzugehen.

Für den lockeren Rahmen sorgte in diesem Jahr erstmalig das Ensemble „Ratinger Tragödchen“, das mit literarischen und musikalischen Intermezzos das Publikum begeisterte.

„Energiekrise und der Absturz der Konsumstimmung waren die bestimmenden Themen des Jahres 2022 und wirken immer noch fort“, so Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes NRW in seinem kurzgehaltenen Rückblick. Der Blick zurück auf das vergangene Jahr mit seinen zahlreichen Krisen sollte nicht das bestimmende Thema des Abends sein. Vielmehr schauten alle Redner vor allem in die Zukunft, die zwar auch zahlreiche Herausforderungen bereithalte, aber auch viele Chancen. Wichtig seien verlässliche Rahmenbedingungen, damit der Handel die notwendigen Transformationen bewusst und aktiv mitgehen könne. Dabei bleibt die Digitalisierung ein entscheidendes Kriterium für den Handel und – dass habe auch die Euroshop 2023 gezeigt – darunter sei Künstliche Intelligenz von großer Bedeutung.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sagte: „Ein starker Einzelhandel bereichert die Städte und den ländlichen Raum in Nordrhein-Westfalen. Die großen Herausforderungen der vergangenen Jahre haben den Händlerinnen und Händlern viel abverlangt. Neben den Entlastungen bei den gestiegenen Energiepreisen kommt es nun darauf an, die Zukunftsfähigkeit des stationären Handels langfristig zu stärken. Um die Digitalisierung im Einzelhandel voranzubringen, bieten die durch das Land weiterhin geförderten Digitalcoaches des Handelsverbands eine wichtige Unterstützung.“

In Sachen Digitalisierung hat der Handel mit den Digitalcoaches ein stark nachgefragtes Unterstützungsangebot geschaffen. Ein zukunftsweisendes Projekt, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, das aus ganz Deutschland bewundernd betrachtet werde, berichtet Radau. Für die neue Herausforderung KI wünscht sich der Handel ein vergleichbares Unterstützungsangebot. Kassenloses Bezahlen, optimierte und automatisierte Bestellsysteme, Empfehlungsmarketing für Endkunden, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sind nur einige Anwendungsbeispiele. Um hier bestehende Vorurteile und Umsetzungsprobleme ebenso tatkräftig anzugehen, wären KI-Coaches eine gute Lösung.

„Unsere Innenstädte müssen mit vielfältigen, verlässlichen und in jeder Hinsicht attraktiven Verkehrsmitteln erreichbar sein. Dabei brauchen wir aber erst gute Alternativen und können uns dann von den alten Vorgehensweisen verabschieden.“ Auch dürfe man nicht vergessen, dass Bedürfnisse sich je nach Anlass, Wetter, Anreisezeit und -weg, aber auch nach Alter und Gesundheitsstand unterscheiden.

Über das Thema Mobilität wurde am Abend ebenso unter den Gästen diskutiert wie auch über die steigende Vielzahl von Anforderungen und den bürokratischen Hürden, denen sich Handelsunternehmen inzwischen ausgesetzt sehen.

Der Fachkräftemangel und fehlende Nachfolge treiben auch den Handel um. Ohne diese entstehen Leerstände, Standorte und Handel werden unattraktiver, eine Abwärtsspirale entsteht. Bei diesen Punkten könne die Politik ressortübergreifend unterstützen, so Radau. „Wir brauchen eine Investitions- und Innovationsoffensive für die Berufsschulen und mehr Anerkennung für die Chancen und Vorteile einer dualen Berufsausbildung im Einzelhandel.“ Die Lebendigkeit der Innenstädte zu erhalten, sie als Treffpunkt und Erlebnisort zu stärken müsse im Fokus stehen. Dass der Handel für die Attraktivität der Innenstädte Besuchsgrund Nummer eins ist, hat auch die aktuelle Studie „Vitale Innenstädte“ des IfH Köln erneut belegt.

Die letzten Jahre haben in viele Kassen und in viele Eigenkapitalkonten im Handel große Löcher gerissen, sodass in der aktuellen Situation Investitionen teilweise schwerfallen: „Moderne Technik für gutes Handeln, ein attraktives Geschäft, LED-Beleuchtung, moderne Kühltechnik… wichtige Anforderungen für den Klimaschutz und vielleicht auch mehr Umsatz, die aber vor allem auch für mögliche Nachfolger interessant und relevant sind.“ Investitionen, die Handelsunternehmen aktuell oftmals nicht ohne weiteres Tätigen können. Eine passgenaue, bezahlbare Förderung kann hier der Wegbereiter sein. Worte die bei den Zuhörern für Zustimmung sorgten.

Für den Handelsverband NRW – Rheinland begrüßte der kommissarische Vorsitzende Dirk Wittmer die Gäste. In einer Schweigeminute gedachten die Anwesenden dem langjährigen Vorsitzenden des Verbandes Friedrich G. Conzen.

Durch den Abend führte Moderatorin Gisela Steinhauer.

Der Jahresempfang der Handelsverbände ist die Jahresleitveranstaltung der nordrhein-westfälischen Einzelhandelsorganisation. Unter den rund 200 Gästen der Veranstaltung begrüßte der NRW-Einzelhandel zahlreiche Abgeordnete der Parlamente, Bürgermeister, Vertreter des diplomatischen Corps und der Kommunalpolitik sowie Führungskräfte aus Handel und Wirtschaft.

Für den musikalischen Rahmen sorgten erneut Sascha Blejwas und Alex Clouet als akustisches Duo „Gitarre mal Zwei“.

Der traditionelle Jahresempfang der Handelsverbände fand nach zweijähriger pandemiebedingter Pause unter Teilnahme von rund 180 Gästen aus Politik, Öffentlichkeit und Wirtschaft dieses Jahr wieder in Düsseldorf statt. Auf der gemeinsamen Veranstaltung des Handelsverbandes NRW und des Handelsverbandes NRW – Rheinland ließen NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Moderatorin Dunja Hayali unter anderem die letzten beiden Jahre Revue passieren, aber natürlich spielten auch aktuelle Themen und Geschehnisse eine große Rolle.

Auf dem diesjährigen Jahresempfang der Handelsverbände schien es kaum genug Zeit zu geben, um alle Geschehnisse der letzten beiden Jahre und auch noch die aktuelle Situation ausreichend würdigen und diskutieren zu können. Michael Radau, Präsident des Handelsverbandes NRW, schaffte es trotzdem, die wichtigsten Themen des Handels auf den Punkt zu bringen. Nach zwei für den Handel prägenden Jahren war eines der Haupthemen natürlich die Corona-Pandemie. Radau: „Tausende von Einzelhändlern hier bei uns in NRW sind völlig ohne eigenes Verschulden und ohne Möglichkeit, wirklich Gegensteuern zu können, in schwerste Existenznot geraten!“ Die Nachwirkungen würden noch lange zu spüren sein und die Stärkung des Einzelhandels müsse nun oberste Priorität haben. Die Bilder der verwaisten Innenstädte seien allen noch gut vor Augen und die Bedeutung des Handels als Motor der Innenstädte habe sich in dieser Extremsituation deutlich gezeigt. Radau richtete seinen Dank an die NRW-Regierung, die jederzeit ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte des Handels gehabt habe. Jetzt müsse die Stärkung des Handels als eine Handlungsmaxime in Politik und Verwaltung gelten, denn einkaufen sei immer noch einer der Hauptgründe eine Innenstadt aufzusuchen.

In seiner Rede ging Radau auch auf das Thema verkaufsoffene Sonntage ein, deren Beantragung jedes Jahr aufs Neue ein großer Akt sei, nur um dann im letzten Moment meist auf Betreiben von Ver.di durch Anrufung der Gerichte doch wieder verboten zu werden. Gerade in der jetzigen Situation seien zusätzliche Verkaufstage ein Mittel für viele Händler, um das große Loch, dass Corona gerissen hat, wieder zu füllen. Neben den (zusätzlichen) Einkaufstagen für Kunden, spiele natürlich auch die Erreichbarkeit der Innenstädte eine große Rolle. Kunden müssten diese mit dem Verkehrsmittel ihrer Wahl erreichen können. Für die Zukunft von Handel und Innenstädten müsse ganzheitlich mit allen Akteuren zusammengearbeitet werden, so Radau weiter.

Ein Blick über den Tellerrand auf die gesamtgesellschaftliche Lage durfte natürlich nicht fehlen. Die aktuell extrem herausfordernden Zeiten mit der Corona-Pandemie und dem Krieg in der Ukraine, dessen Opfern zu Veranstaltungsbeginn mit einer Schweigeminute gedacht wurde, und der Flutkatastrophe, die auch in NRW große Schäden angerichtet hat, seien nur ein paar der Punkte, die dem Handel zurzeit große Sorgen bereiten würden. Auch das Bild des Handels im Allgemeinen werde in den letzten Jahren allzu oft viel zu negativ dargestellt: „Es stört mich auch gewaltig, dass der Handel von bestimmter Seite immer wieder diskreditiert und mit einem negativen Image verbunden wird.“ Vielmehr müsse die Attraktivität des Handels als einer der größten Arbeitgeber im Land besser herausgestellt werden.

Ein absolutes Erfolgsprojekt seien die NRW-Digitalcoaches, die durch Unterstützung des NRW-Wirtschaftsministeriums, den Händlern seit Ende des Jahres 2019 in allen digitalen Fragen kostenfrei zur Seite stehen. Gerade zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 hätten sich die Coaches als wertvolle Unterstützung erwiesen, und vielen Händlern dabei geholfen, während des Lockdowns den Kontakt zu den Kunden zu halten und auch andere, vielleicht erste Schritte, in die Digitalisierung zu gehen. Das Thema Digitalisierung werde auch in Zukunft weiterhin bestimmend sein, der E-Commerce-Umsatz wachse jährlich weiter, aber noch könnten nicht alle Händler diesen Umsatz mitnehmen. Hier könnten die inzwischen sechs Digitalcoaches die Unternehmen unterstützen.

Gastredner in diesem Jahr war NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, der in seiner Ansprache bei der Beschreibung des Wirtschaftsstandortes NRW besonders auf die Lage des Handels in Anbetracht von Pandemiebewältigung und den Folgen der Ukrainekrise einging.

Durch den Abend führte die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali.

Der Jahresempfang der Handelsverbände ist die Jahresleitveranstaltung der nordrhein-westfälischen Einzelhandelsorganisation. Unter den rund 200 Gästen der Veranstaltung begrüßte der NRW-Einzelhandel zahlreiche Abgeordnete der Parlamente, Bürgermeister, Vertreter des diplomatischen Corps und der Kommunalpolitik sowie Führungskräfte aus Handel und Wirtschaft.

Für den musikalischen Rahmen sorgten erneut Sascha Blejwas und Alex Clouet als akustisches Duo „Gitarre mal Zwei“.

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